Spielbericht

SG MoGoNo Leipzig - SV Roland Belgern 1:2 (0:0)

Roland wankte ohne zu fallen

Leipzig (TZ/lsz). Der SV Roland Belgern hat sich dank eines starken Zwischenspurts im Stadion des Friedens mit dem 2:1-Sieg den vierten Platz in der Tabelle zurückerobert. Der Roland führte verdient mit 2:0, geriet aber nach dem Anschlusstreffer der Messestädter noch einmal ins Wanken, ohne jedoch zu fallen.
Die erste Halbzeit brachte wenig erbauliches. Der Roland in der Anfangsphase mit klaren Vorteilen wurde immer wieder durch die Abseitsfalle und strittigen Entscheidungen des Schiedsrichters im Tordrang gebremst. Die Gastgeber rochen nach einer Viertelstunde Lunte und merkten, dass gegen den SV Roland erneut ein dreifacher Punkterfolg möglich war. Dementsprechend erhöhten sie den Druck und brachten damit die Abwehr, in der neben dem verletzten Andreas Näke auch der gelbgesperrte Andre Beck fehlte, einige Male in Bedrängnis. Spätestens beim stark haltenden Rene Jessulat war aber Entstadion für die Nord-Gohliser.
Die Nervosität auf Seiten der Belgeraner, die sich im ersten Durchgang in hitzigen Debatten entlud, war zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff wie weggeblasen. Eine schöne Kombination über Kubik und Kleinschmager gelangte zu Benito Stäger, der sich im Strafraum gekonnt durchsetzte und das Leder unter das Quergestänge jagte. Der Jubel war noch nicht verklungen, als Olrik Schulze nach Kubik-Flanke am MoGoNo-Keeper scheiterte (48.). Nur wenige Sekunden später gab Sven Kubik seinem Mitspieler noch einmal die Möglichkeit zum Torerfolg. Diesmal nutzte dieser sie besser und sorgte für das 2:0 (49.). Die Belgeraner besassen nun klare Vorteile, die Partie schien entschieden, den die Platzherren spielten plötzlich kopflos. Die Rolandstädter agierten mit schnellen Tempogegenstößen und hatten weitere Chancen. Die größte vergab dabei Danny Kleinschmager (62.). Dem diesmal schwachen Roland-Stürmer gelang das Kunststück eine Jentzsch-Eingabe aus Nahdistanz am leeren Tor vorbeizuschieben. Beinahe im Gegenzug gelang dem Leipzigern der Anschlusstreffer. Göran Wild versenkte das Leder nach Vorarbeit von Victorino zum 1:2 (62.). Die Antwort der Belgeraner war der dritte Treffer durch Sven Jentzsch, den der Schiedsrichter aber im Abseits wähnte und somit dem Tor die Anerkennung verwehrte. Die Schlussviertelstunde gestaltete sich dür die Gäste fast ausschließlich defensiv. Rene Jessulat musste dabei mehrmals den Brand löschen. Auf der Gegenseite traten die Belgeraner nur noch einmal ernsthaft in Erscheinung, als Benito Stäger im Strafraum frei vor Torwart Piotr Mesner von Libero Jens Schatte gefoult wurde. Der Elfmeterpfiff blieb jedoch aus.


Torfolge: 0:1 Stäger (47.), 0:2 Schulze (49.), 1:2 Wild (62.). ZS: 50. SR: Seidel (Böhlen).
Belgern: Rene Jessulat, Sebastian Ebeling, Ronny Reitmajer, Marcel Griethe, Danilo Schneidewind, Sven Jentzsch, Olrik Schulze, Sven Kubik, Danny Kleinschmager (80. Maik Schmidt), Benito Stäger (86. Christian Penno).