Spielbericht

SG Eintracht Weßnig - SV Roland Belgern 1:3 (1:0)

"Drei aus Fünf" - das Erfolgsrezept des SVR

Weßnig. Fünf starke Minuten im Anschluss an die Halbzeitpause reichten dem SV Roland Belgern, um gegen den nunmehr feststehenden Absteiger SG Eintracht Weßnig einen sicheren 3:1-Sieg zu erreichen und damit die Tabellenspitze in der Bezirksklasse zu verteidigen.
Die großen Fragezeichen vor dem Spiel standen hinter Belgerns Defensive. Nach den Gelb- bzw. Rot-Sperren gegen Andreas Näke, Andre Beck und Sebastian Ebeling musste sich Roland-Coach einiges einfallen lassen. Er entschied sich für Olrik Schulze als Libero, der sich mit Vorstopper Ronny Reitmajer bei den Ausflügen in die Offensive immer wieder abwechselte. Auf der anderen Seite hatte Holger Nicht sein derzeit stärkstes Aufgebot auf dem Feld und das brannte natürlich darauf, die bittere 0:7-Klatsche aus dem Hinspiel vergessen zu machen. Bereits in den ersten Minuten zeigte sich die aggressive Einstellung der Gastgeber, die um jeden Zentimeter kämpften. Belgerns Spielaufbau wurde dadurch immer wieder entscheidend gestört. Nur über die linke Außenbahn, auf der Michael Kaiser eine starke Partie bot, und bei den Vorstößen von Interims-Libero Schulze konnten die Belgeraner Gefährlichkeit ausstrahlen. Tormöglichkeiten blieben aber beiderseits Mangelware. Ein Verlegenheitsschuß von Karel Hasil (22.), der von Schulze noch unglücklich abgefälscht wurde, brachte der Eintracht in der ersten Hälfte die Führung. Trotz des Rückstandes blieb der Roland blass. Aber auch die Gastgeber, in der Offensive einmal mehr in dieser Saison erschreckend schwach, konnten keine Bäume ausreißen. Die Halbzeitführung war aber auf Grund des größeren Engagement der Einheimischen nicht unverdient.
Im Anschluss an die Halbzeitpause zeigte der Roland, warum er derzeit an der Tabellenspitze sein Quartier aufgeschlagen hat. Innerhalb von fünf Minuten schlug er dreimal zu und verwandelte somit den 0:1-Rückstand in eine beruhigende 3:1-Führung. Bereits 16 Sekunden nach Wiederanpfiff stand Danny Kleinschmager nach einer Flanke von Sven Jentzsch kerzengerade in der Luft und köpfte das Leder zum Ausgleich in die Maschen. Der Zeiger der Uhr hatte seine Runde noch nicht gänzlich beendet, als Michael Kaiser im Weßniger Strafraum zum Tanz aufspielte und zur 2:1-Führung ins kurze Eck vollstreckte. Die Angriffsmaschinerie der Belgeraner lief jetzt auf Hochtouren, der nächste Sturmlauf wurde noch durch den Abseitspfiff des Referees unterbunden, doch in der 49. Minute schlug es zum dritten Male im Kasten von Markus Schmidt ein. Benito Stäger startete kurz hinter der Mittellinie unaufhaltsam durch und schob überlegt ein. Den knapp 200 Zuschauern war klar, dass dies die Entscheidung zu Gunsten der Rolandstädter sein musste. Die auch danach mit nun teils völlig verunsicherten Weßnigern Katz und Maus spielen durften, aber keinen weiteren Treffer erzielten. Die Weßniger erholten sich erst nach einer knappen Stunde Spielzeit von ihrer Schlafwagen-Einlage nach der Pause. Die Aggressivität der ersten Halbzeit fanden sie jedoch nicht wieder. Eine Schwalbe von Enrico Wirth,
eine verunglückte Flanke von Snajdr, die sich auf das lange Eck senkte und ein Freistoß von Rico Brucker waren die einzig nennenswerten Aktion der Weßniger im Vorwärtsgang. Anders in der Defensive, in der die Gastgeber von ihrem Kontrahenten immer wieder in Verlegenheit gebracht wurden. Denis Letzel schrammte dabei nur knapp an der Ampelkarte vorbei und wurde von seinem Trainer vorsorglich vom Feld genommen. Weitere Treffer wollten aber trotz nunmehr klarem Chancenplus nicht für den
Roland fallen, der schließlich auf Grund einer abgeklärten Leistung und einer Steigerung nach der Pause im Nachbarschafts-Duell den Sieg errang.


Torfolge: 1:0 Karel Hasil (22.), 1:1 Danny Kleinschmager (46.), 1:2 Michael Kaiser (47.), 1:3 Benito Stäger (49.).

Zuschauer: 200.
Schiedsrichter: Bormann (Leipzig).


Weßnig: Markus Schmidt, Enrico Wirth, Rico Brucker, Denis Letztel (Bobby Jahn), Mario Patitz, Michael Richter, Pavel Snajdr, Karel Hasil, Tomas Beran, James Hempel, Marcel Klitza (Ronny Wagner).


Belgern: Rene Jessulat, Olrik Schulze, Danilo Schneidewind, Marcel Griethe, Ronny Reitmajer, Sven Jentzsch (Maik Zschiesche), Michael Kaiser (Bastian Mehle), Hendrik Dauer, Sven Kubik, Benito Stäger, Danny Kleinschmager (Sebastian Richter).