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Spielbericht vom Nachholspiel Löbnitz - Belgern 2:0 (1:0) von Peter Stracke Punkt war für Belgeraner "Notelf" möglich Löbnitz. (pit) Die Siegesserie der Belgeraner Bezirksklasse-Fußballer ist gerissen. Das war angesichts der trüben Vorzeichen mit Spielermangel nd fehlender Vorbereitung keine Überraschung. Und dennoch stand Trainer Edgar Moosdorf noch auf der Heimfahrt nach der 0:2 (0:1)-Pleite in Löbnitz der Ärger ins Gesicht geschrieben. "Heute war mehr drin. Wir hätten unsere Chancen besser ausnutzen müssen. Wir haben Punkte verschenkt." Nach sechs Punktspiel-Siegen in Serie setzte es für die arg ersatzgeschwächte SVB-Truppe in einem insgesamt schwachen Spitzenspiel des Tabellenvierten gegen den Fünften eine Niederlage, weil die Mannschaft lange zu passiv agierte, zu spät mutig nach vorn spielte und sich auf dem Holperacker im Pferdedorf die größeren individuellen Schnitzer leistete. Ohne die dienstlich verhinderten Kleinschmager und Schneidewind, den wegen der fünften Gelben Karte gesperrten Schulze und den angeschlagenen Leuschner begann der Aufsteiger abwartend. Einzig Kubik forderte im Mittelfeld den Ball, ehe er nach einer knappen halben Stunde zu allem Überfluss nach einem Eckball-Getümmel böse im Rücken getroffen wurde und verletzt ausschied. Dafür kam mit dem jungen Richter nach Maik Schmidt der zweite SVB-Kicker zu seinem Punktspiel-Debüt in der ersten Mannschaft. Bitterer Höhepunkt einer lahmen ersten Halbzeit war das Gegentor durch Schneider, dem eine Fehlerkette der SVB-Abwehr voraus ging. Der ansonsten auffälligspielende Beck verhinderte an der Eckfahne die Löbnitzer Flanke nicht, LSG-Torjäger Bauer, der sich gegen den abgeklärt agierenden Reitmajer nur ganz selten durchsetzen konnte, kam hinter seinem SVB-Bewacher zum Kopfball und zum Entsetzen der etwa 50 mitgereisten Fans ließ Torwart Jessulat die scheinbar bereits sicher gefangene Kugel wieder fallen und gab so die letztlich entscheidende Vorlage. "Einige Leute musste ich erst einmal wach rütteln", schnaufte Moosdorf zur Pause.Und mit dem böigen Wind im Rücken verlagerte sich die Partie plötzlich vor das Tor des stark haltenden LSG-Oldies Wohlschlägel. Da scheiterte Beck mit seinem Kopfball (47.), traf Jentzsch freistehend den Ball nur mit seinem schwächeren Fuß (52.), wurde ein Ebeling-Schuss mit letzter Mühe über de Latte gelenkt (54.) und ein Freistoß-Torpedo von Stäger mit qualmenden Handschuhen abgewehrt (62.). Der längst fällige Ausgleich schien perfekt, als Richter seinen Sturmpartner Stäger bediente, der aber völlig freistehend den Ball in den Fangzaun hinter dem Löbnitzer Tor wuchtete. "Den hätte ich reinhauen müssen", schimpfte Stäger. "Der Ball ist mir einfach über den Senkel gerutscht." Als dann der immer stärker werdende Kaiser auch noch knapp neben das Tor schoss (72.), hatten die Hausherren das Gröbste überstanden. Die Entscheidung fiel, als die SVB-Abwehr Wittig nicht energisch genug am Torschuss hinderte. Torwart Jessulat wehrte den scharf und platziert getretenen Ball mit einer starken Parade zwar ab, aber Bauer stand dort, wo ein Torjäger eben bei einem zurückspringenden Ball gewöhnlich steht. Insgesamt eine vermeidbare Schlappe, die den Höhenflug des SVB erst einmal bremst, aber der Moral der Moosdorf-Truppe kaum schaden dürfte. Der Mannschaft fehlten augenscheinlich nicht nur wichtige Spieler, sondern auch das am Vorwochenende ausgefallene einzige Vorbereitungsspiel. Das wird nun am kommenden Sonntag nachgeholt, wenn um 14.00 Uhr die Kreisliga-Spitzenmannschaft des TSV Schildau im Döhner ihre Visitenkarte abgibt. Belgern mit: Jessulat - Näke - Griethe, Reitmajer (V) - Schmidt (V/66. Fischer), Ebeling, Kubik (32. Richter), Beck (V), Kaiser (V) - Jentzsch, Stäger. Tore: 1:0 Schneider (20.), 2:0 Bauer (76.). Zuschauer: 100. Schiedsrichter: Schneider (Großzschepa). |