Spielbericht

TSV Blau-Weiß Torgau -  SV Roland Belgern   2:1 (1:0)

Blau-Weiß bleibt stärkste Kraft im Kreis

  Torgau (TZ/LSZ). Interessante 90 Fußball-Minuten bekamen die 350 Zuschauer im Torgauer Hartenfels-Stadion am Wochenende vom gastgebenden TSV und dem SV Roland Belgern zu sehen. Dabei hielt die Trapp-Elf ihren Nimbus als beste Kreismannschaft aufrecht und besiegte den SV Roland mit 2:1 (1:0).

Bei den Gästen fehlten einmal mehr in den letzten Wochen die Zwillingsstürmer Kleinschmager (Arbeit) und Stäger (Rotsperre), dafür kehrte überraschend Olrik Schulze wieder in den Kader zurück. Die Gastgeber mussten auf Torsten Sczepanek (Urlaub) verzichten. Angesichts der leidlichen Sturmschwäche bei den Rolandstädtern gehörten die ersten Minuten den Platzbesitzern. Bereits der zweite Eckball brachte ihnen dabei einen Torerfolg. Rene Jessulat sah den Ball durch die tiefstehende Sonne wohl etwas spät und wehrte zu kurz ab. Jörg Richter war zur Stelle und markierte das 1:0. Danach wurde das Spiel ausgeglichener, Hauptaktionsfeld blieb aber das Mittelfeld. Nur selten ging bei Großchancen ein Raunen durchs gutgefüllte Rund. Auf beiden Seiten verhinderte das Quergestänge einen Treffer. Während sich Sebastian Ebeling (17.) nach schöner Einzelleistung aus spitzem Winkel über das Gebälk ärgerte, hätte sich Heiko Wons (41.) bei seinem Freitstoß nicht über ein größeres Gehäuse beklagt. Zwischendurch hatte zwar Andre Beck (34.) mit einem fulminanten Volleyschuß, den Sebastian Moek glänzend parierte, eine Großchance für den Roland, doch angesichts der größeren Anzahl der Fehlpäße durften die Gastgeber ein leichtes Übergewicht für sich verbuchen.  

Nach dem Wiederanpfiff erkämpften sich die Belgeraner die Gleichwertigkeit, die größeren Chancen besaß aber Blau-Weiß. Dabei durfte sich Rene Jessulat, vor wenigen Monaten selbst noch im blau-weißen Dress, mehrmals auszeichnen. Als Torsten Scholtyssek (61.) nach einer solchen Glanzparade zum 2:0 abstaubte, wurde dies wegen vorheriger Abseitsstellung nicht anerkannt. In der 72. Minute war es dennoch soweit. Nach einen langen Gesse-Ball störte Rolandkicker Ronny Reitmajer Scholtyssek erfolgreich, doch Jörg Richter traf aus dem Hintergrund zum zweiten Male. Belgern schien damit geschlagen, zumal auch in den Gesichtern der Gäste kein Kampfgeist zu erkennen war. Den schoß aber Olrik Schulze drei Minuten später wieder zurück, indem er das Leder volley an die Querlatte nagelte. Als denn Sven Kubik zwölf Minuten vor dem Schlußpfiff einen Jessulat-Abschlag über den herausstürzenden Moek ins Tor lupfte, war der Endspurt des SV Roland eingeläutet. Die Gäste warfen jetzt alles nach vorn, wollten den Ausgleichstreffer erzwingen. Mehrmals besassen sie dazu die Möglichkeit, ließen sie aber ungenutzt. Für die Mannen um Kapitän Thomas Heinrich ergaben sich dadurch Konterräume. Die größte Konterchance ergab sich dabei für den Kapitän persönlich, doch im Duell gegen Rene Jessulat hatte er die schlechteren Nerven. Den Schlusspunkt setzte Belgerns Andre Beck, der nach einem Freistoß des aufgerückten Jessulat per Kopf den Kasten knapp verfehlte.

TF: 1:0 Jörg Richter (10.), 2:0 Jörg Richter (72.), 2:1 Kubik (83.). ZS: 350. SR: Hartung (Leipzig). GK: Wagner (Torgau) – Näke, Beck (Belgern).

Torgau: Moek, Wagner (74. Kirsch), Hache, Kamchen, Arndt, Seidat, Wons, Scholtyssek (85. Mathias Richter), Heinrich, Gesse, Jörg Richter.

Belgern: Jessulat, Schneidewind, Näke, Reitmajer, Beck, Dauer (78. Kisser), Ebeling, Kubik, Kaiser , Fischer (46. Jentzsch), Schulze.