Auch in Eilenburg gab es für den Roland nichts zu holen
Eilenburg. Die Sorgenfalten auf der Stirn von Edgar Moosdorf kann man langsam getrost als Sorgentäler bezeichnen. Nach dem zehnten Saisonspiel steht für den Roland immer noch kein Sieg zu Buche. Die Mannschaft präsentiert sich Woche für Woche mit anderem Gesicht, aber immer wieder durchschlagsarm und defensiv sehr anfällig. Auch in Eilenburg bei der Reserve von Landesligisten FCE gab es nichts zu holen, mit einer 0:2-Niederlage im Gepäck durfte der Roland die Heimreise antreten.
Das Spiel hatte noch gar nicht richtig begonnen, da durfte der Gast schon einem Rückstand verbuchen. Matthias Morgenstern hatte das 1:0 erzielt. Sein Geheimnis wird es aber bleiben, ob er flanken wollte, den Ball nicht richtig traf (Schienbein ?!) oder mit dem Wind im Bunde war, den die Situation erschien mehr als komisch. Egal, der Roland war schon früh wieder auf die Verliererstraße eingebogen. Und wie in den vergangenen Woche zeigte sich der SVR mit der Verdauung des Gegentores überfordert. Mit Sicherheit ist das Fehlen von Reitmajer, Griethe, Kleinschmager und Stäger (kam erst zur zweiten Hälfte), als Grund für fehlende Gegenwehr heranzuziehen, allerdings lief es auch mit diesen Herren in den letzten Spielen nicht wesentlich besser. Für Eilenburg war dies jedenfalls uninteressant, sie drückten weiter. Es gelang den Rolandstädtern in dieser stürmischen Anfangsphase einen weiteren Treffer zu verhindern. Den gab es erst eingeschenkt, als die Elbstädter scheinbar ihren Spielfaden gefunden hatten. Nach einer halben Stunde tauchten sie gefährlicher vor dem FCE-Gehäuse auf. Aber wie schon erwähnt, die bittere Antwort der Eilenburger wurde in der 32. Minute abgegeben. Michael Lachmann traf von der Strafraumgrenze zum 2:0. Bis zur Pause dann wieder das bekannte Bild der Anfangsphase. Der SV Roland zeigt, wie blank die Nerven derzeit liegen, kaum ein sicheres Anspiel klappt, stattdessen macht man es den Eilenburgern leicht, zu Chancen zu kommen. Das 0:2 rettet man aber in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel hatte Belgerns Hoffnungsträger Benito Stäger gleich die erste Möglichkeit, scheiterte aber am Keeper. Knapp zwanzig Minuten dauerte Belgerns unbelohnter Versuch dem Spiel noch eine Wendung zu geben, dann wurde das Spiel immer verkrampfter. Beidseitig hatte der Sand im Getriebe, eine konstruktive Spielweise fast völlig unmöglich gemacht. Der Gastgeber versuchte zumindest in den Schlussminuten noch einmal eine Offensive zu starten, diese verpuffte aber erfolglos.
Trotz der Abwehrschwächen zählte Belgerns Libero Andreas Näke bisher zu den zuverlässigsten Spielern bei den Rolandstädter. Doch auch der angeschlagene Kapitän des SV Roland konnte die neuerliche Niederlage in Eilenburg nicht verhindern. Foto: Zetman. |
Torfolge: 1:0 Morgenstern (4.) , 2:0 Lachmann (32.). Zuschauer: 80. Schiedsrichter: Jähne (Wurzen). Belgern: Rene Jessulat, Andreas Näke, Danilo Schneidewind, Joachim Großstück, Sebastian Ebeling, Sven Jentzsch (46. Benito Stäger), Christian Penno, Sven Kubik (79. Marcel Conrad), Christian Mahler, Maik Zschiesche (77. Bastian Mehle), Olrik Schulze.
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