Fußball Bezirksklasse Staffel II

LSG Löbnitz – SV Roland Belgern 2:2 (1:1)

Belgerns Elfmeterleiden hält an und kostet weitere Punkte

Löbnitz (TZ/LSZ). Es entwickelt sich langsam zu einer unendlichen Geschichte, der SV Roland und die Elfmeter. Den vierten Strafstoß ließen die Belgeraner in der noch jungen Saison ungenutzt. Wichtige Punkte hingen daran. Auch in Löbnitz hätten die Belgeraner das Feld wohl als Sieger verlassen, wenn, ja wenn der fällige Strafstoß von Benito Stäger kurz nach dem Seitenwechsel im LSG-Gehäuse gelandet wäre. Mit dem Schlusspfiff machte sich aber zumindest ein wenig Zufriedenheit bei den Belgeranern breit, der Punktgewinn beim 2:2 war letztlich der berüchtigte Spatz  in der Hand. Das Spiel begann mit einem Paukenschlag von Benito Stäger (2.), der einen Freistoß in Richtung Tor wuchtete. Allerdings war LSG-Keeper Wohlschläger auf dem Posten. Die Belgeraner zeigten sich von den letzten Niederlagen gut erholt, bestimmten in den ersten Minuten das Geschehen, wurden aber einmal mehr kalt erwischt. Eine Standardsituation brachte den Löbnitzern die Führung. Einen Bauer-Freistoß konnte Jessulat nicht festhalten (11.), Mirko Wittig war zur Stelle und markierte das 1:0. Beinahe im Gegenzug gelang Olrik Schulze der Ausgleichstreffer, der dabei von einem Missverständnis zwischen Bewacher Kuhn und Torhüter Wohlschläger profitierte. Belgern gab weiterhin den Ton an, allerdings sorgte die teils überhastete Spielweise der Gäste und das robuste Einsteigen der Platzherren dafür, dass sich die Gefährlichkeit in Grenzen hielt. Mit dem Halbzeitpfiff gab es dank des Schiedsrichters Aufheiterung, der Mirko Wittig mit Gelb Rot vom Platz stellte, nach Protesten der Hausherren aber bemerkte, dass der Spieler noch nicht mit Gelb vorbelastet war.
Nur 29 Sekunden nach die Wiederanpfiff zeigte der Referee auf den ominösen Punkt im Löbnitzer Strafraum, nach dem Kubik gefoult wurden war. Der Ausgang des Punktduelles ist bekannt. Belgern kurzzeitig geschockt, bekam nur fünf Minuten später gleich noch den zweiten Gegentreffer eingeschenkt. Mörschke lief seinem Bewacher Schneidewind davon und passte von der Grundlinie in den Rückraum. Dort stand Bauer frei und markierte die erneute Führung der Löbnitzer. Die Pferdedörfler agierten danach defensiver und agressiver, die spielerische Überlegenheit der Rolandstädter war sichtbar. Der 2:2-Ausgleichstreffer ein Muster für schörkellosen Fußball. Ein Abschlag von Jessulat, von Stäger mit dem ersten Ballkontakt quer vor das Tor geschlagen, wo Olrik Schulze wenig Mühe hatte, das Leder über die Linie zu befördern. Danach ging es fast nur noch in eine Richtung, Belgern drängte auf einen weiteren Treffer und damit den ersten Saisonsieg. Der Druck der Belgeraner verstärkte sich nach der Gelb-Roten Karte für LSG-Libero Olaf Seifert (81.) noch weiter. Am Ende fehlte allein ein Torerfolg, eben der, der vom Elfmeterpunkt so einfach zu schaffen sein sollte.


TF: 1:0 Mirko Wittig (11.), 1:1 Olrik Schulze (14.), 2:1 Andreas Bauer (51.), 2:2 Olrik Schulze (72.). 

ZS: 65 

GRK: Olaf Seifert (Löbnitz)

SR: Andreas Kraska (Leipzig)

Belgern: Rene Jessulat, Sebastian Ebeling, Danilo Schneidewind, Ronny Reitmajer, Marcel Griethe, Sven Jentzsch, Christian Penno (70. Bastian Mehle), Olrik Schulze, Sven Kubik, Christian Mahler, Benito Stäger.