Fußball Bezirksklasse Staffel II

SV Rot-Weiß Mehderitzsch – SV Roland Belgern 2:1 (1:1)

Dramatisches Nachbar-Duell endet mit Rot-Weißem Heimsieg

Mehderitzsch (TZ/LSZ). Zahlenmässig waren die Mehderitzscher Fans im heimischen Waldstadion klar den Gästen aus der Rolandstadt unterlegen. Die Elf der Rot-Weißen auf dem Platz interessierte dieser Umstand wenig, sie gewannen dennoch in einem dramatischen und spannenden Spiel mit 2:1.
Dabei hatte der SV Roland ohne den Torjäger Danny Kleinschmager, die ebenfalls ersatzge-schwächten Mehderitzscher in der Anfangsphase im Griff gehabt, sogar spielerisch überzeugen können. Doch wenn man in der Tabelle unten steht und kein Glück hat, dann kommt Pech auch noch dazu. So hätte ein Stäger-Geschoß nach einer Viertelstunde auch den Weg von den Händen des RWM-Keepers ins Tor gehen können, landete aber an der Querlatte. Es ist müssig für den SVR den vergebenen Möglichkeiten zu Beginn nachzutrauern, denn eine einzige Unaufmerksamkeit wurde von den Platzherren eiskalt bestraft. Gleich drei Belgeraner verschliefen in der 30. Minute, dass Prochazka auf der linken Außenbahn Gas gab. Der Tscheche erlief sich einen langen Ball und brachte die Flanke vors Tor, wo Vico Reuschel entgegen der Laufrichtung von Torwart Jessulat zum 1:0 einköpfte. Noch vor der Pause gelang den Belgeranern der Ausgleich. Schulze schickte Kubik steil (39.), der spielte den Ball von der Grundlinie vor das RWM-Gehäuse und Stäger war zur Stelle um das 1:1 zu markieren. Allerdings wurden in dieser Phase auch Abstimmungsprobleme in der Belgeraner Abwehr offensichtlich, die aber von Mehderitzscher Seite nicht genutzt werden konnten.
Nach dem Seitenwechsel verteilte sich das Spiel gleichwertig auf beide Teams, die vor allem im Mittelfeld ihre Aktivposten besassen. Echte Tormöglichkeiten wurden jetzt aber seltener, zumal beide sich umständlich im Vorwärtsgang präsentierten. Eine Einzelaktion von Libor Klic (56.) brachte die Gastgeber wieder auf die Gewinnerstraße. Der Mehderitzscher Spielmacher tankte sich an der Strafraumlinie durch und wurde von Belgerns Kapitän Andreas Näke gefoult. Im oder außerhalb des Strafraumes, der Referee entschied sofort auf Elfmeter, den der gefoulte selber sicher verwandelte. Als sich Näke zwölf Minuten später innerhalb von Sekundenbruchteilen zweimal die Gelbe Karte einhandelte, musste der Roland die Aufholjagd in Unterzahl forsetzen. Mehderitzsch war nun in der spielgestaltenden Zone zwar überlegen, doch nach vorn kam zu wenig. Doch auch die Belgeraner, die versuchten das Mittelfeld schnell zu überbrücken, zeigten sich im Abschluss nicht entschlossen genug, um noch den Ausgleich zu erzielen.


TF: 1:0 Reuschel (30.), 1:1 Stäger (39.), 2:1 Klic (56. Foulelfmeter). ZS: 300. GK: Kresse, Niemz, Roepke (Mehderitzsch) – Jentzsch, Stäger, Penno (Belgern). GRK: Näke (Belgern). SR: Zeinig (Leipzig).
Mehderitzsch: Peter Rubelt, Ricardo Reiche, Martin Oppel, Chris Gomell, Roman Bauchner, Pavel Prochazka, Silvio Kresse (23. Thomas Münch), Vico Reuschel, Libor Klic, Steffen Niemz, Freddy Roepke.
Belgern: Rene Jessulat, Andreas Näke, Marcel Griethe, Ronny Reitmajer, Danilo Schneidewind, Sebastian Ebeling, Sven Jentzsch, Sven Kubik, Christian Penno (46. Christian Mahler), Benito Stäger, Olrik Schulze.