SpVgg 1899 Leipzig – SV Roland Belgern   6:1  (3:1)

1:6 – Roland, diese Klatsche schmerzt

Leipzig (TZ/LSZ).Eigentlich hätten die Rolandstädter bereits nach zehn Minuten wieder unter die Dusche gehen können, denn bereits zu diesem Zeitpunkt waren alle Einzelheiten des Spieles geklärt. Belgern nutzte, die sich bietenden Chancen nicht (5. Kubik), dafür war bei den Gastgebern jeder Schuß ein Treffer. Erst ließ Rene Heusel die Einheimischen jubeln (7.), dann legte Mike Staude (10.) gleich nach. Am Ende der 90-minütigen Spielzeit stand es 1:6 aus Sicht des Roland, der neben gravierenden Abwehrfehlern auch durch eine schlechte Chancenverwertung auffiel.
Mit dem frühen Doppelschlag im Rücken konnten die Gastgeber gegen die personell weiterhin arg strapazierte Roland-Elf befreit aufspielen. Auch eine höhere Führung für die 1899er wäre in dieser Phase möglich gewesen. Es dauerte fast eine halbe Stunde, ehe sich die Moosdorf-Truppe wieder berappelte und ihrerseits für mehr Druck sorgte. Hoffnung keimte, als Sven Kubik nach Stäger-Zuspiel den 1:2-Anschlusstreffer (35.) markierte. Doch die Leipziger Antwort ließ nur 180 Sekunden auf sich warten. Dann war Rene Heusel abermals zur Stelle und sorgte wieder für den Zwei-Tore-Vorsprung.
Mit Beginn der zweiten Hälfte präsentierte sich ein engagiertes Belgeraner Team auf dem Rasen, dass es verstand dem Spiel nun seinen Stempel aufzudrücken. Allerdings machten SpVgg-Keeper Rüdiger Schlegel und die schlechte Chancenverwertung der Mission Anschlusstreffer ein Strich durch die Rechnung. Von den Messestädtern war in dieser Phase kaum noch etwas zu sehen, Belgerns Abwehr hatte sich gefunden. Das Bemühen der Belgeraner, die nun natürlich auch merkten, dass noch nicht alles verloren war, spürte man deutlich, allein es fehlte an Zählbaren. Und so kam es, wie es im Fußball immer kommt. Belgern öffnete immer weiter, wurde offensiver und die cleveren Gastgeber nutzten dies eiskalt aus, um in der Schlussphase mit Konterfußball einen klaren und letztlich zu deutlichen 6:1-Sieg herauszuschießen.


TF:  1:0  Heusel (7.), 2:0 Staude (10.), 2:1 Kubik (35.), 3:1 Heusel (38.), 4:1 Wiedemann (82.), 5:1 Heusel (88.), 6:1 Heusel (89.).SR: Kuss (Dürrweitzschen).
Belgern:Philipp, Näke, Penno (17. Großstück), Griethe, Näke, Marco Schmidt, Jentzsch (73. Küchler), Ebeling, Jessulat, Kubik, Mahler, Stäger.