Bezirksklasse
Staffel II
SV Ost 1858 Leipzig - SV Roland Belgern 2:0 (1:0).
Pomadige Belgeraner enttäuschen beim Schlusslicht
Leipzig. Es war ein Spiel, welches schon in der ersten Hälfte verloren wurde.
Zu pomadig die Belgeraner, zu wenig Einsatz und kaum ein Spieler, der sein
ganzes Leistungsvermögen abrief. Die Ostler waren keineswegs besser, aber eben
bissiger. Das reichte, um in der ersten Hälfte mit 1:0 zu führen. Unglücklich
das Zustandekommen. Belgerns Andre Beck lag verletzt in der Strafraummitte,
Karsten Kolbe nutzte ihn als Bande, schoß ihn an und der Ball trudelte ins
Netz. Belgern hatte zuvor die große Chance auf die Führung vergeben, als der
später verletzt ausgeschiedene Rene Klopf aus 20 Metern draufhielt und die
Querlatte wackeln ließ. Ansonsten kam von beiden Seiten hinsichtlich Torgefahr
relativ wenig. Zum Glück ertönte nach 46 Minuten und 21 Sekunden der
Pausenpfiff und unterbrach den unansehnlichen Kick.
Das Pausen-Gewitter von Coach Edgar Moosdorf wirkte beim SV Roland. Zumindest in
puncto Kampfgeist lief im zweiten Durchgang ein fast komplett anderer Gast auf.
Doch vor dem Tor zeigte man sich ähnlich treffsicher, wie zuletzt gegen
Eilenburg, als man aus zwei Dutzend Hundertprozentigen nur vier Tore machte.
Gleich mehrere gute Möglichkeiten wurden fahrlässig vergeben. Um die 60 Minute
herum gab es sogar ein regelrechtes Powerplay der Belgeraner, doch es war
einfach nur zum Haareraufen, was die Moosdorf-Elf bei der Chancenverwertung
zustande brachte. Mit den Einschussmöglichkeiten hätten die Belgeraner schon längst
das Spiel gedreht haben müssen, stattdessen lief ihnen die Zeit davon. Immer öfter
holte man die berühmte Brechstange heraus und scheiterte damit kläglich. Es
kam so, wie es in solchen Situationen meist im Fußball kommt. Die Leipziger
konterten und in der 85. Minute durften sie nach einem solchen Konter jubeln.
Sebastian Zenker schickte den Roland endgültig ins Tal der Tränen und wieder
mit dem Rücken an die Wand.
Torfolge: 1:0 Andre Beck (17. Eigentor), 2:0 Sebastian Zenker (85.).
Zuschauer: 40.
Schiedsrichter: Christian Riedel (Borna).
Belgern: Rene Jessulat, Danilo Schneidewind, Ronny Reitmajer, Marcel Griethe, Andre Beck, Marcel Conrad (61. Michael Kaiser), Sebastian Ebeling (75. Marko Schmidt), Christian Mahler, Maik Krahl, Rene Klopf (37. Maik Zschiesche), Danny Kleinschmager.