Bezirksklasse
Staffel II
SV Roland Belgern - SSV Thallwitz 1:1 (0:0).
Belgern vergibt Matchball in letzter Sekunde
Belgern. Die Belgeraner hatten den Matchball fast sicher. Fast, aber nur. Es war
nicht das erste Mal, dass in den Schlusssekunden noch ein Gegentor geschluckt
wurde. Der beck'sche Führungstreffer für den Roland in der 82. Minute hätte
schon die halbe Miete in Sachen Klassenerhalt sein können. Doch Thallwitz gab
noch einmal Gas, Belgern ließ sich zu weit hinten hineindrängen und wurde dafür
in der Nachspielzeit bestraft, als Denis Hennig das Leder über die Linie
brachte.
Was Abstiegskampf bedeutet, davon durften sich knapp 300 Zuschauer im Belgeraner
Döhner überzeugen. Im Kellerduell zwischen dem gastgebenden SV Roland Belgern
und dem SSV Thallwitz war vor allem Krampf angesagt. Es bewies sich einmal mehr,
dass vorrangig die Spielqualität in unteren Tabellenregionen leidet.
In der ersten Halbzeit zeigten sich beide Teams krampfhafte Versuche, das Spiel
in ihren Reihen zu halten. Während Thallwitz ein Plus an Spielanteilen hatte,
erwartete der SV Roland Konterräume. Diese brachten vor dem Pausenpfiff aber
nur zwei Pfostentreffer durch Danny Kleinschmager (9.) und Maik Krahl (15.). Dem
hatten die Gäste einen Freistoß von Kapitän Michael Röse entgegenzusetzen,
welchen SVR-Keeper Rene Jessulat noch an den Pfosten lenken konnte. Einziger
weiterer Höhepunkt war eine Verletzung des Schiedsrichters (3.), der mehrmals
behandelt werden musste und daher den Kabinengang um vier Minuten hinauszögerte.
Nach dem Seitenwechsel wurde es nicht wesentlich entspannender, Belgeraner Fan
zu sein. Zumal die Thallwitzer im Spielaufbau nach wie vor mehr Punkte sammeln
konnten. In der Defensive standen die Rolanstädter aber sicher und ließen kaum
brenzlige Situationen zu. Zwanzig Minuten vor dem Ende schienen die Moosdorf-Schützlinge
das Spiel an sich zu nehmen, zeigten mehr Zug zum Tor und wurden immer gefährlicher.
Der Treffer von Andre Beck, den Danny Kleinschmager und Maik Krahl perfekt
vorbereiteten, war eigentlich schon die Erlösung. Doch die Belgeraner
Jubelszenen drehten sich schnell in Zittern. Im Duell der Kapitäne (87.) musste
Andreas Näke auf der Linie gegen Michael Röse klären. Dann kam die
Nachspielzeit und mit ihr die Situation, in der die Belgeraner den so wichtigen
Matchball verschenkten. Im Anschluss folgte der Anstoß und sofort danach der
Abpfiff, der für den Roland aber kein Ende des Zitterns bedeutet.
Torfolge: 1:0 Andre Beck (82.), 1:1 Denis Hennig (90.+2).
Zuschauer: 307.
Schiedsrichter: Hans-Jürgen Bernstein (Leipzig).
Belgern:
Rene Jessulat, Danilo Schneidewind, Andreas Näke, Ronny Reitmajer (37. Marko
Schmidt), Marcel Griethe, Sebastian Ebeling, Christian Mahler, Maik Krahl, Olrik
Schulze, Danny Kleinschmager.