Fußball Bezirksklasse Staffel II
LSG Löbnitz - SV Roland Belgern 6:0 (2:0).
Belgeraner im Pferdedorf unter die Räder gekommen
Löbnitz. Man kann es auf das Fehlen von fünf Stammspielern schieben oder
daran, dass die Rolandstädter einen schlechten Tag erwischten. Egal, was man
als Grund für die Auswärtspleite der Belgeraner in Löbnitz findet, feststeht,
dass der Roland über weite Strecken von ihrem Gegner vorgeführt wurden. Die
klare 0:6-Niederlage hätte letztlich gar noch höher ausfallen können, denn
der Roland ergab sich am Ende weitgehend seinem Schicksal.
Dabei konnte man anfangs nicht davon reden, dass die Belgeraner klar unterlegen
waren. Die erste Chance verbuchten sie (6. Reuschel), doch die Löbnitzer hatten
auf die Offensivaktionen der Gäste immer eine passende, bejubelte Antwort
parat. Ein unnötiges Foulspiel (9.) von Christian Mahler an Marcus Völz
verschaffte den Löbnitzern einen Foulelfmeter. Belgerns Keeper Rene Jessulat
ahnte zwar die Ecke, der Schuß von Patrick Ronneburg aber zu genau, um gehalten
zu werden. Der Führungstreffer der Löbnitzer war perfekt und damit auch der
50. Saisontreffer der torhungrigen Pferdedörfler. Nach 20 Minuten legten die Löbnitzer
den zweiten Treffer nach, als Gaudera in der Mitte frei zum Schuß kam und
Jessulat erneut keine Chance ließ. Insgesamt konnte man die erste Halbzeit aber
noch ausgeglichen nennen, da die Gäste zumindest kämpferisch dagegenhielten.
Nach dem Pausentee sollte sich dies aber ändern.
Zwar hatte der Roland auch im zweiten Durchgang die erste Möglichkeit, doch
anstatt des Anschlusstreffers sorgte Marcus Schneider (50.) nach einem
Hackentrick von Christian Mörschke für die Vorentscheidung. Den Elbstädtern
merkte man deutlich an, dass sie damit ihre Hoffnungen schon begraben hatten.
Den Willen für eine Ergebnisverbesserung zu sorgen, ließen nur noch wenige
durchblicken. Zudem lief im Mittelfeld kaum etwas zusammen, Fehlpässe waren an
der Tagesordnung und behinderten das Offensivspiel. Wie man effektiv nach vorn
spielt, zeigten die Gastgeber. Mit schnörkellosem Direktspiel brachten sie die
neuformierte Roland-Abwehr ins Schwimmen. Nach einer Stunde Spielzeit schlug es
zum vierten Male im Jessulat-Kasten ein. Der kaum zu haltende Christian Mörschke
besorgte diesen Treffer höchst selbst. Dass die Belgeraner oftmals ihren
Gegenspielern zu viel Platz ließen, bewies auch das 0:5 (68.). Wieder
marschierte Mörschke, gab den Ball nach innen, wo eigentlich Robert Maluche
sich gegen Markus Stummer hätte behaupten müssen, doch der Löbnitzer
schaltete schneller und war damit erfolgreich. Eine Kopie dieses Treffers war in
der Schlussphase zu bestaunen. Diesmal aber war Sascha Gaudera der Torschütze.
Dem SV Roland waren zwar auch in der zweiten Halbzeit Torchancen vergönnt,
allein ein Treffer wollte nicht gelingen. Damit blieb der Roland auch im zweiten
Auswärtsspiel des Jahres 2004 ohne Torerfolg.
Torfolge: 1:0 Patrick Ronneburg (9. FE), 2:0 Sascha Gaudera (20.), 3:0 Marcus Schneider (50.), 4:0 Christian Mörschke (60.), 5:0 Markus Stummer (68.), 6:0 Sascha Gaudera (86.).
Zuschauer: 100.
Schiedsrichter: Ingolf Natzke (Leipzig).
Belgern: Rene Jessulat – Andresa
Näke (V), Danilo Schneidewind, Marcel Conrad, Sebastian Müller, Christian
Mahler (46. Michael Kaiser), Marko Schmidt, Robert Maluche, Olrik Schulze,
Vico Reuschel, Benito Stäger (67. Jens Wenselau).
Löbnitz: Cornell Gröbel – Kay Seifert, Stefan Karg, Markus Stummer, Mario
Amelang, Marcus Völz, Patrick Ronneburg, Sascha Gaudera, Marcus Schneider (V),
Tobias Grune (67. Rene Kuhn), Christian Mörschke.