SV Roland Belgern  -  SV Lok Engelsdorf   2:3 (1:3).

Verschlafene Halbzeit brachte Niederlage

Belgern. Ein Fußballspiel dauert nun einmal 90 Minuten. Was eine Schweizer Putzfrau im DFB-Quartier anno 1954 Sepp Herberger zu denken gab, bewahrheitete sich am Wochenende für den SV Roland Belgern. Im Duell mit dem SV Lok Engelsdorf verschliefen die Moosdorf-Schützlinge die erste Halbzeit fast komplett und konnten dies trotz großen Kampfes in der zweiten Hälfte nicht wieder aufholen und mussten sich am Ende geschlagen geben.
Der SV Roland wollte sich mit einem Sieg in der Tabelle vor die Engelsdorfer schieben, doch an der Umsetzung haperte es. Dabei hatten die Belgeraner das erste Tor des Spieles erzielt. Jens Wenselau setzte sich auf rechts durch, brachte das Leder in die Mitte. Vico Reuschel (18.) beförderte das Leder zwar über die Linie, befand sich aber knapp im Abseits. Nur vier Minuten späte zappelte das Leder im anderen Netz. Danny Kleinschmager, seit Wochen fernab seiner Bestform, vertändelte im Mittelfeld das Leder leichtfertig und Marco Weichert tauchte frei im Roland-Strafraum auf. Andreas Näke und Rene Jessulat warfen sich zwar noch in die Schussbahn, das Leder trudelte aber dennoch über die Linie. Und die Engelsdorfer wuschen gleich noch einmal nach. Fabian Walther erhöhte drei Minuten nach der Führung per Volleyschuß auf 2:0. Es kam noch dicker für den Roland, der im strömenden Regen unterzugehen drohte. Thomas Kaubitzsch besorgte noch vor der Pause das 3:0. Hoffnungen auf den zweiten Durchgang machte zumindest Sebastian Ebeling, der in der Schlussminute der ersten Hälfte einen Flugkopfball nach Schulze-Flanke zum 1:3 einnetzte.
Aus der Kabine kam ein anderer Roland, der nun endlich kämpferisch dagegenhielt und auch spielerisch durchaus sehenswert agierte. Als dann auch noch Benito Stäger (62.) mit einem Freistoß-Hammer ins rechte Dreiangel den 2:3-Anschlusstreffer erzielte, schien die Wende noch möglich. Die Platzherren hatten nun mehrere hochkarätige Chancen, schafften es aber nicht, den Engelsdorfer Schlussmann Jan Donath zu überwinden. Nicht ganz – denn in der 81. Minute überwand ihn Olrik Schulze per Kopfball zum vermeintlichen Ausgleich, doch der Treffer zählte wegen erneutem Abseits nicht. Belgern warf noch einmal alles nach vorn, selbst Torhüter Rene Jessulat zeigte sich im Lok-Strafraum. Der Ausgleich gelang den Rolandstädtern jedoch nicht mehr.

Torfolge:  0:1 Marco Weichert (22.), 0:2 Fabian Walther (25.), 0:3 Thomas Kaubitzsch (32.), 1:3 Sebastian Ebeling (45.), 2:3 Benito Stäger (62.).

 

Zuschauer: 147.

Schiedsrichter: Peter Muck (Wurzen).

Belgern: Rene Jessulat, Danilo Schneidewind, Andreas Näke, Marcel Conrad (58. Benito Stäger), Andre Beck, Sebastian Ebeling, Marco Schmidt (46. Christian Mahler), Olrik Schulze (V), Vico Reuschel, Danny Kleinschmager, Jens Wenselau (81. Maik Krahl)
Engelsdorf: Jan Donath, Norbert Lünse, Enrico Egermeier, Thomas Dietz (V), Sebastian Scholz (14. Nico Wirth), Thomas Kaubitzsch, Fabian Walther, Daniel Mißlitz (V), Jörg Fischer, Marco Weichert, Andre Burkert (75. Rene Tauchnitz).