SV Arzberg (A)
SV Arzberg – SV Roland Belgern 2:1 (0:1).
Belgeraner hatten keinen Punkt verdient
Arzberg. Wenn man vor dem Spiel nur über die Höhe des Sieges redet, dann zeugt das bei den einen von Selbstvertrauen, bei den anderen von Überheblichkeit. Für den Roland war es wohl Letzeres, was vor dem Auswärtsspiel in Arzberg mitschwang. Mit einer überheblichen, pomadigen und zahnlosen Leistung in Ostelbien hatten sich die Belgeraner keine Punkte verdient, verloren aber dennoch unglücklich in Arzberg. Für den SVA war es erst der zweite Sieg in dieser Saison, der zweite Heimsieg in Folge.
Dabei hatte der Roland eine durchaus sehenswerte Anfangsphase auf das Grün gelegt. Die guten Ergebnisse der vergangenen Wochen schienen ihnen das Spiel leicht zu machen. Die Arzberger Abwehr war stark gefordert, doch die Offensivbemühungen der Gäste blieben ohne Torerfolg. Die Art und Weise, wie der SVR mit seinen Chancen umging, ließ allerdings schon die Frage aufkommen, ob die Einstellung stimmte.

In der 25. Minute klappte es endlich mit dem Torerfolg. Die Führung durch Jan Müller, der von Sturmpartner Patrick Schnelle mustergültig bedient wurde, war zu diesem Zeitpunkt verdient. Danach ruhten sich die Gäste allerdings zu sehr auf dem knappen Vorsprung aus. Im zentralen Mittelfeld fehlte es an einer guten Spieleröffnung, die Flügel blieben eher lahm. Überzeugend in dieser Phase waren allemal die Abwehrspieler, die mit ihren Gegenspielern wenige Probleme hatten.

Im Anschluss an den Wechsel waren gerade einmal 26 Sekunden gespielt, als Alexander Henke frei vor Belgerns Keeper Marcel Richter auftauchte. Doch im Eins-Eins blieb der Schlussmann Sieger. Das Signal war gegeben, während Belgern weiter pomadig aufspielte und in der Offensive kaum noch etwas zu Stande brachte, kamen die Arzberger immer gefälliger in die Roland-Hälfte. In der 63. Spielminute bestraften sie die Belgeraner Lethargie nach einem Freistoß. Plötzlich stand Patrick Bader vollkommen frei und köpfte zum Ausgleich ein. Wenig später leistete sich der bereits verwarnte SVA-Kapitän Stefan Bräuer ein sinnloses Handspiel und wurde zum vorzeitigen Duschen geschickt (74.), damit schien sich das Blatt noch einmal für den Roland zu wenden. Doch nachdem die Belgeraner umsonst einen Elfmeter gefordert hatten, als Matthias Seifert gefoult wurden war, gab es einen weiteren Ausgleich. Auch der Kapitän der Belgeraner, Christian Penno, durfte früher vom Feld marschieren. Nach wiederholtem Foulspiel war auch für ihn das Match vorzeitig beendet (76.). Die Schlussphase ist schnell zusammengefasst, auch wenn sie einiges zu bieten hatten. Arzberg wollte den Sieg und arbeitete dafür, während die Belgeraner immer noch zu denken schienen, dass mit angezogener Handbremse gepunktet werden könnte. Zwei Milimeter-Entscheidungen sorgten für die Sieg-Vergabe. Während Patrick Schnelle wegen Abseits (88.) zurückgepfiffen wurde, bekam Andreas Braune’s Treffer die Anerkennung. Belgerns Proteste blieben beide Male ungehört, die Wahrheit hätte wohl nur die Zeitlupe des Aktuellen Sportstudios bringen können, doch die Kameras waren anderswo aufgebaut. Der Siegtreffer indes passte aber zum Belgeraner Spiel. Ein unnötiger Ballverlust im zentralen Mittelfeld bei aufgerückter Abwehr brachte gleich drei Arzberger frei vor Marcel Richter, Alexander Henke spielte noch einmal quer auf Andreas Braune, der sich zum Siegschützen kürte.

Torfolge: 0:1 Jan Müller (25.), 1:1 Patrick Bader (63.). 2:1 Andreas Braune (87.). Zuschauer: 66. Schiedsrichter: Michael Träumner (Mockrehnaer SV). Arzberg: Andre Hempel – Stefan Bräuer, Daniel Woelfert, Andreas Gebauer, Denny Koch, Andreas Braune, Thomas Frieslich, Jens Schreiber (V/90. Nico Weber)), Benny Meyer, Patrick Bader (81. Karoly Nagy), Alexander Henke. Belgern: Marcel Richter (V) – Hans Tutschner, Marcel Conrad, Philipp Gasch (53. Martin Merzsch), Christian Penno, Robin Körner (V), Benjamin Ferl (V), Rene Schneider, Matthias Seifert (79. Matthias Hein), Jan Müller (V), Patrick Schnelle (V).
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