FSV BW Wermsdorf (H)
SV Roland Belgern – FSV Blau-Weiß Wermsdorf 1:4 (0:2).
Früher Schock und schwacher Sturm
Belgern. Nichts mit Wiedergutmachung beim SV Roland. Mit einem frühen Treffer schockte die Gäste-Elf aus Wermsdorf die Hausherren nur 52 Sekunden nach dem Anpfiff. Die Belgeraner übernahmen danach zwar die Regie, sahen sich aber nicht in der Lage aus dem deutlichen Offensiv-Übergewicht etwas zu machen. Viele Ungenauigkeiten prägten ihr Spiel. Letztlich gab es eine deutliche und völlig unnötige 1:4-Niederlage.

Die Gäste waren keinesfalls das bessere Team im Döhner, vielmehr waren sie in der Offensive einfach mit der höheren Durchschlagskraft ausgestattet bzw. schlichtweg hocheffizient. Denn während der Roland reihenweise im gegnerischen Strafraum zu Gange war, aber dort ohne Knipser-Mentalität eher bieder zu Werke ging, nutzten die Wermsdorfer fast jede sich bietende Möglichkeit zum Torerfolg. Die Minuten nach dem frühen Gegentreffer, Denny Beckedahl war Nutznießer eines noch nicht ganz wachen Roland-Mittelfeldes und einer kniffligen Abseitsentscheidung gegen den SVR, muteten zwar nach Schockzustand an, danach aber gab es fast schon ein Belgeraner Powerplay. Doch entweder war der Gastgeber zu ungenau (12. Robin Körner), verstolperte leichtfertig (16. Jan Müller) oder brachte nicht den rechten Druck hinter den Ball (18. Maik Krahl). So blieben selbst Hochkaräter ungenutzt und der Gast bestrafte dies eiskalt. Als Denny Beckedahl von zwei Belgeranern nicht an der Grundlinie gebremst werden konnte und Benjamin Klemm gegen Benjamin Münch ins Leere grätschte, nutzte Letzerer dies zum Führungsausbau der Gäste (35.). Es war erst die zweite Großchance der Wermsdorfer.

Nach dem Wechsel war zwar dem Roland der Willen nicht abzusprechen, allein die Mittel fehlten weiterhin. Mit einem Traum-Freistoß sorgte Sebastian Mohs für die Vorentscheidung (56.). Auch der Anschlusstreffer von Jan Müller nur wenige Minuten später half nichts mehr, auch wenn er dem SVR noch einmal Auftrieb gab. Vieles wäre noch möglich gewesen, wenn Robbi Staudte den Schuß von Matthias Seifert nicht von der Linie gekratzt hätte (67.). Doch statt einer Schlussoffensive der Hausherren zog immer mehr der Schlendrian beim Roland ein, die Anspiele wurden immer ungenauer, die Angriffsbemühungen nur zu Reisepässen und der Gast kam nicht mehr ernsthaft in Gefahr. In der Schlussphase kamen die Gäste durch einen Elfmeter noch zum 4:1 (83.). Dabei hatte Sandro Rössel im Strafraum seinen Körper zu robust eingesetzt und Manuel Narkunat vom Punkt sicher verwandelt.

Torfolge: 0:1 Denny Beckedahl (1.), 0:2 Benjamin Münch (35.), 0:3 Sebastian Mohs (56.), 1:3 Jan Müller (59.), 1:4 Manuel Narkunat (83. Foulelfmeter). Schiedsrichter: Rene Nordmann (Strelln). Zuschauer: 82. Belgern: Marcel Richter – Hans Tutschner, Robin Körner, Marcel Conrad (V), Maik Schwaebe (77. Sandro Rössel/V), Benjamin Ferl, Matthias Seifert (V), Benjamin Klemm, Maik Krahl (46. Matthias Hein), Jan Müller, Patrick Schnelle. Wermsdorf: Benjamin Schönitz – Robby Staudte, Manuel Narkunat, Dirk Kupfer, Dennis Laupichler, Frank Jerusel, Stephan Schneider (V/87. Stephan Köhler), Sebastian Mohs, Benjamin Münch, Manuel Thieme, Denny Beckedahl (69. Albrecht Weller).
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